Impulse zum Sonntag

Aussicht auf Perspektivwechsel

Ein Impuls von Margareta Gehlmann

Matthäus 17, 1-9
"In jener Zeit nahm Jesus Petrus, Jakobus und dessen Bruder Johannes beiseite und führte sie auf einen hohen Berg.
Und er wurde vor ihren Augen verwandelt; sein Gesicht leuchtete wie die Sonne, und seine Kleider wurden blendend weiß wie das Licht.
Da erschienen plötzlich vor ihren Auge Mose und Elia und redeten mit Jesus.
Und Petrus sagte zu ihm: Herr, es ist gut, dass wir hier sind. Wenn du willst, werde ich hier drei Hütten bauen, eine für dich, eine für Mose und eine für Elija.
Noch während er redete, warf eine leuchtende Wolke ihren Schatten auf sie, und aus der Wolke rief eine Stimme: Das ist mein geliebter Sohn, an dem ich Gefallen gefunden habe; auf ihn sollt ihr hören.
Als die Jünger das hörten bekamen sie große Angst und warfen sich mit dem Gesicht zu Boden.
Da trat Jesus zu Ihnen, fasste sie an und sagt: Steht auf, habt keine Angst!
Während sie den Berg hinabstiegen, gebot ihnen Jesus: erzählt niemand von dem, was ihr gesehen habt, bis der Menschensohn von den Toten auferstanden ist."

Was fasziniert mich an diesem Evangelium?
Die Jünger sind mit Jesus auf einem Berg: Perspektivenwechsel!
Im Urlaub durfte ich das vor kurzem erleben.

Oben erhalten die Jünger einen Vorgeschmack des Himmels!
Es wäre schön, wenn sie das für immer festhalten könnten!
Doch der Weg Jesu und auch ihr Weg führt wieder zurück in die Welt, in den Alltag.
Das Erlebte ist ein Geschenk!
Aber etwas davon bleibt zurück in der Seele: eine Sehnsucht, eine Hoffnung auf das wahre Leben - auf Himmel!
Wenn ich auf mein Leben schaue, entdecke ich Erfahrungen mit einem Vorgeschmack des Himmels: als ich verliebt war, als ich nach der Geburt das Kind auf meinem Bauch spürte, als mein Vater sein Leben hier auf Erden beendete, als ich Vergebung erfahren durfte, als ich von einem hohen Berg herunterschaute und rundum die gewaltigen Berge erblickte oder wenn ich mittags nach dem Essen mit meinem Mann einen Kaffee trinke,...
Es tut mir gut, mich an diese Augenblicke in meinem Leben zu erinnern und sie auch im normalen Alltag zu entdecken.
... und manchmal habe ich die Chance jemandem glücklich zu machen, einen kleinen Vorgeschmack auf den Himmel erfahrbar zu machen: ein Lob, eine Aussprache, wenn ich vergeben kann und einen Menschen neu sehe, ein Lächeln, ....

Der Perspektivenwechsel eröffnet mir diese Chance!
Nutze ich sie?



Johannes der Täufer

Ein Impuls zum Patronatsfest von Papst em. Benedikt XVI.

"Johannes ist der Letzte, der noch vor Christus da ist und der die Fackel der ganzen prophetischen Bewegung aufnimmt und sie Christus in die Hand gibt und der alles, was die Propheten getan haben, um die Hoffnung auf Ihn zuzuführen, zu Ende führt und damit das Werk der Propheten im alttestamentlichen Sinn vollendet."

Papst Benedikt XVI., Interview 1999

Die Ernte ist groß,...

Ein Impuls von Gabriel Rüskamp

Liebe Brüder und Schwestern,

was will uns Jesus heute mitgeben? Versetzen wir uns einmal in diese zwölf Apostel. Wir ziehen mit Jesus durch alle Städte und Dörfer. Wir helfen ihm das Evangelium zu verkünden und bringen viele Kranke zu ihm und als er sie so anschaut denkt er sich wohl: Ich schaff das nicht alleine. "Die Ernte ist groß, aber es gibt nur wenige Arbeiter". Er ruft uns zu sich und gibt uns die Macht zu heilen und unreine Geister auszutreiben und das sollen wir dann auch wirklich umsetzen. Was hat uns Jesus also mitgegeben? Macht oder besser ausgedrückt: Kraft, zu heilen. Diese Kraft kommt auch nicht von ungefähr sondern direkt aus IHM. Aus diesen Ergebnissen des direkten Leides nimmt er uns an die Seite und spricht uns zu: Ihr könnt das auch. Das ist die Kraft der Barmherzigkeit. Sie sieht nicht einfach nur das Leid, sondern spricht auch dem anderen Mut zu, sie inspiriert auch es ihr gleichzutun und bleibt damit nicht alleine.

Ein Impuls von Carmen Hüning

 

Lk 24, 13-16

Am ersten Tag der Woche waren zwei von den Jüngern auf dem Weg in ein Dorf namens Emmaus, das sechzig Stadien von Jerusalem entfernt ist. 
Sie sprachen miteinander über all das, was sich ereignet hatte. 
Während sie redeten und ihre Gedanken austauschten, kam Jesus hinzu und ging mit ihnen. 
Doch sie waren wie mit Blindheit geschlagen, so dass sie ihn nicht erkannten.

Als mein Vater 75 Jahre alt wurde plante er eine große Feier. Ich reiste bereits am Vortag an um bei den Vorbereitungen zu helfen. Auf Tag und Datum war ich damit beschäftigt Kuchen zu backen, Gläser zu spülen, Tisch zu decken und und und… Zur Mittagszeit kam meine Nichte und gratulierte als erstes ihrem Großvater zum Geburtstag. In dem Moment fiel mir auf, dass ich genau das vergessen hatte: Ich hatte meinem Vater nicht gratuliert.
Vielleicht kennen sie das auch: der Alltag mit seinen Anforderungen beschäftigt uns so, dass wir links und rechts nichts mehr wahrnehmen. „Ich war so mit meinen Gedanken beschäftigt, dass ich gar nicht gemerkt habe, dass du das bist.“
Und dabei sind doch die Menschen die uns begegnen eigentlich am wichtigsten. In Ihnen begegnet uns Jesus.
Er ist mitten unter uns.
Immer!