Impulse zum Sonntag

Die Ernte ist groß,...

Ein Impuls von Gabriel Rüskamp

Liebe Brüder und Schwestern,

was will uns Jesus heute mitgeben? Versetzen wir uns einmal in diese zwölf Apostel. Wir ziehen mit Jesus durch alle Städte und Dörfer. Wir helfen ihm das Evangelium zu verkünden und bringen viele Kranke zu ihm und als er sie so anschaut denkt er sich wohl: Ich schaff das nicht alleine. "Die Ernte ist groß, aber es gibt nur wenige Arbeiter". Er ruft uns zu sich und gibt uns die Macht zu heilen und unreine Geister auszutreiben und das sollen wir dann auch wirklich umsetzen. Was hat uns Jesus also mitgegeben? Macht oder besser ausgedrückt: Kraft, zu heilen. Diese Kraft kommt auch nicht von ungefähr sondern direkt aus IHM. Aus diesen Ergebnissen des direkten Leides nimmt er uns an die Seite und spricht uns zu: Ihr könnt das auch. Das ist die Kraft der Barmherzigkeit. Sie sieht nicht einfach nur das Leid, sondern spricht auch dem anderen Mut zu, sie inspiriert auch es ihr gleichzutun und bleibt damit nicht alleine.


Gebet zum 7. Sonntag der Osterzeit

„Brüder, vor der Sünde der Menschen schreckt nicht zurück! Liebt den Menschen auch in seiner Sünde, denn das ist das Ebenbild der Liebe Gottes, das Höchste der Liebe. Liebt die ganze Schöpfung Gottes, das ganze All, wie jedes Sandkörnchen. Liebt jedes Blättchen und jeden Strahl Gottes. Liebt die Tiere, liebt jedes Gewächs und jedes Ding. Wenn du jedes Ding liebst, dann wird sich dir in den Dingen das Geheimnis Gottes offenbaren. Ist es dir offenbar geworden, so wirst du jeden Tag mehr und mehr die Wahrheit erkennen. Und schließlich wirst du die ganze Welt in allumfassender Liebe umspannen.“ 

F.-M. Dostojewski


Ein Impuls von Carmen Hüning

 

Lk 24, 13-16

Am ersten Tag der Woche waren zwei von den Jüngern auf dem Weg in ein Dorf namens Emmaus, das sechzig Stadien von Jerusalem entfernt ist. 
Sie sprachen miteinander über all das, was sich ereignet hatte. 
Während sie redeten und ihre Gedanken austauschten, kam Jesus hinzu und ging mit ihnen. 
Doch sie waren wie mit Blindheit geschlagen, so dass sie ihn nicht erkannten.

Als mein Vater 75 Jahre alt wurde plante er eine große Feier. Ich reiste bereits am Vortag an um bei den Vorbereitungen zu helfen. Auf Tag und Datum war ich damit beschäftigt Kuchen zu backen, Gläser zu spülen, Tisch zu decken und und und… Zur Mittagszeit kam meine Nichte und gratulierte als erstes ihrem Großvater zum Geburtstag. In dem Moment fiel mir auf, dass ich genau das vergessen hatte: Ich hatte meinem Vater nicht gratuliert.
Vielleicht kennen sie das auch: der Alltag mit seinen Anforderungen beschäftigt uns so, dass wir links und rechts nichts mehr wahrnehmen. „Ich war so mit meinen Gedanken beschäftigt, dass ich gar nicht gemerkt habe, dass du das bist.“
Und dabei sind doch die Menschen die uns begegnen eigentlich am wichtigsten. In Ihnen begegnet uns Jesus.
Er ist mitten unter uns.
Immer!